Antike Sonnenuhren

Digitale Edition · Zugang

Antike Sonnenuhren.
Aus dem Stein gelesen.

Eine Kegelsonnenuhr macht den Lauf der Sonne zu einem Schatten auf Stein. Das Berliner Register führt 782 Dialface-Einträge antiker Sonnenuhren; 113 Objekte sind am 3D-Modell vermessen und bewertet, und bei 72 von ihnen lässt sich die geographische Breite, für die die Uhr entworfen wurde, aus den gravierten Linien ablesen. Die Abbildung zeigt wie: Uhr, Tag und Stunde wählen und den Schatten des Nodus auf dem Stundennetz wandern sehen.

Die 3D-Modelle gehören zur Edition Topoi der Berlin Sundial Collaboration; die Lizenz steht je Objekt im Katalog. Die Rechte an den Digitalisaten der Literatur sind nicht geklärt; diese Seite zeigt nur Ausschnitte.

782Dialface-Einträge
113vermessen und bewertet
72Entwurfsbreiten bestimmt
984Stundenlinien erkannt
243Tageslinien erkannt
7Werke der Literatur

Katalog

782 Dialfaces, je eine Objektseite

Das Repositorium ist der Objektkatalog: Fotografien, 3D-Modelle, Aufbewahrungsort, Inventarnummer und, wo vermessen, Güte und bestimmte Breite. Von 694 Objekten tragen 113 eine Güte.

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Erzählung

Vom Scan zur Breite

Vier kurze Kapitel: welche Fläche der Stein hat, wie sich 694 Objekte auf 72 Breiten verengen, wie eine Uhr, ObjID 126 aus Delos, aus mehreren unabhängigen Konstruktionszeugen gelesen wird und was die Breiten im Mittelmeerraum zeigen.

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Sammlung

Die Literatur

Die PDAI-Sammlung enthält 7 Werke mit 1.066 Seiten, darunter die beiden Bände von Karlheinz Schaldach zu den antiken Sonnenuhren Griechenlands und eine Sammlung von Sonnenuhr-Stichen des 16. Jahrhunderts.

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Werkzeuge

Animation und Modellansicht

Eine interaktive Animation zeigt den Schatten an einer Kegelsonnenuhr dreidimensional. Ein zweiter Betrachter öffnet die 3D-Modelle der Objekte.

Animation3D-Betrachter

Erläuterung des methodischen Ansatzes

Famulus

Jede Zahl auf dieser Seite wird beim Bauen aus dem Register, aus der PDAI-Sammlung oder aus den Aufsätzen gelesen. Fehlt eine Quelle, bricht der Bau ab.

Das Register beurteilt nur, was gemessen ist. Ein Fragment wird nicht abgewertet, weil Teile fehlen; die Güte sinkt nur bei Mängeln der Messung selbst. Die Seite übernimmt diese Regel.

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Wo die Uhren verzeichnet sind

403 Dialface-Einträge tragen eine Ortskoordinate, 379 nicht. Die Farbe gibt den Flächentyp laut Katalog an.

Sechs Objekte zum Einstieg

Sechs Objekte mit Messdatensatz. Jede Karte führt zur Objektseite im Repositorium, mit Fotografien, 3D-Modell und Messwerten.

Was die Breite für den Tag bedeutet

Für jede der 72 Uhren mit bestimmter Breite berechnet das Register die Mittagshöhe der Sonne, die Tageslänge und die Länge einer Temporalstunde an den Sonnenwenden und zur Tagundnachtgleiche, mit der Schiefe der Ekliptik des Jahres −100 (23,71°). Die Größe ist wählbar; jeder Punkt ist ein Objekt, die Linien sind die geometrischen Kurven zum Vergleich. Ein Klick öffnet die Objektseite.

Die Breite ist die Breite, für die die Uhr entworfen wurde, nicht die ihres Fundorts. Eine Uhr kann für ein anderes Klima gemacht sein als das, in dem sie gefunden wurde. ObjID 128 ist ein Fund von Delos, doch das Register ordnet ihre Breite von 43,61° dem Klima von Massalia zu.

Sechs Blätter

Ein Fragment einer Kegeluhr ohne und mit erkannten Linien, die Zeugen der Breite der Uhr von Delos und Seiten aus der Literatur.

Die Aufsätze — Ergänzungen zum Repositorium

Sieben Aufsätze sind die Ergänzungen S1 bis S7 des Repositoriums. Sie tragen die Herleitungen hinter den Abbildungen dieser Seite: Konstruktionsgeometrie, Merkmalserkennung, Modellanpassung, zwei Einzelvermessungen und die Methode. Jeder Eintrag nennt, welche Aussage er stützt. Alle sind Entwürfe in Alpha-Fassung und unveröffentlicht.

Titel und Zusammenfassungen stehen im englischen Original der Aufsätze.

  1. S1

    Reconstructing Ancient Conic Sundials from 3D Scans

    A Research Programme in Construction Geometry, Measurement, and Literate Coding

    Stützt: das Programm hinter dem Messfeld und dem astronomischen Bild · 7 Seiten

    Zusammenfassung

    The research task is to recover, from photogrammetric models of ancient conic sundials, the construction proportions in which the instruments were designed. This paper states the programme, reviews the June 2026 drafts on the research volume, and records the governing correction: the three seasonal meridian marks determine the cone and do not determine the latitude.

  2. S2

    Construction Geometry of the Conic Sundial with Horizontal Gnomon

    An Analytical Framework for Shadow Projection and Apex-Free Parameter Recovery on an Inclined Cone

    Stützt: die Schattenanimation und das astronomische Bild · 15 Seiten

    Zusammenfassung

    A conic sundial with its nodus on the polar axis is determined by three construction choices: the klima, the opening of the cone, and a scale. The three seasonal meridian marks determine the cone independently of latitude. Latitude is recovered from the hour division of the solstitial circles or from the dressed planes. A closed-form marking ratio Q recovers the half-angle without the apex being identified.

  3. S3

    Automated Feature Detection on Ancient Conic Sundial Fragments

    From Groove Morphology to Geometric Primitives via Cross-Sectional Profile Analysis

    Stützt: die erkannten Stunden- und Tageslinien auf den Objektseiten · 5 Seiten

    Zusammenfassung

    A three-level hierarchical framework for automated feature perception on stone dialfaces: physical groove cut, medial centreline coordinate across sliced cross-sectional profiles, and geometric primitive fitting. Evaluated on ObjID 18 (BM inv. 2547) and ObjID 126 (Delos).

  4. S4

    Automated Model Optimization for Sundial Feature Detectors

    Nonlinear Parameter Estimation for Conic Sundial Reconstruction from 3D Scan Data

    Stützt: Kegelanpassung und Breitenschätzung des Messfelds · 5 Seiten

    Zusammenfassung

    Nonlinear parameter estimation methods for recovering the 7-parameter cone model from 3D scan data following Bard's estimation framework. Compares Nelder-Mead, TRF, and L-BFGS-B, resolving partial-arc degeneracy via coaxial constrained estimation.

  5. S5

    Geometrical Measurement of an Ancient Conic Sundial from a 3D Surface Model

    Construction Witnesses, Consensus Estimation, and the Proportions of Dialface ObjID 18 (British Museum inv. 2547)

    Stützt: Einzelvermessung, Objektseite ObjID 18 · 10 Seiten

    Zusammenfassung

    Empirical deduction of construction proportions from the 3D surface model of Dialface ObjID 18 (BM inv. 2547). Evaluates four independent construction witnesses, calibrating the engraved angular unit and establishing the consensus latitude phi = 41.45 deg (Rome/Hellespont klima) with workshop rule x = 1:4 (12:15:20).

  6. S6

    The Cone Geometry of ObjID 126 (Delos): Latitude from the Engraved Network

    A Geometrically Explicit Estimation with Stated Assumptions and Defendable Confidence Intervals

    Stützt: Einzelvermessung, Objektseite ObjID 126 · 6 Seiten

    Zusammenfassung

    Analysis of the 3D model of Dialface ObjID 126 from the Archaeological Museum of Delos. Isolates a +5.27% angular unit distortion via the equinoctial invariant HE = 90 deg, recovering the intended design latitude phi = 38.01 deg (Delos/Athens klima).

  7. S7

    Literate Coding with AI Agents: A Methodology for Computational Analysis of Scientific Objects

    Complexity Reduction through Structured Context, Executable Specification, and Closed-Loop Refinement

    Stützt: wie die Messkette gebaut und geprüft wurde · 5 Seiten

    Zusammenfassung

    A research methodology unifying Knuth's literate programming with autonomous AI agent capabilities. Employs a 3-level operational model (living reference background, structured planning substrate, agentic action) in a closed feedback loop on 3D sundial reconstruction.

Die Literatur der Sammlung

Werke der PDAI-Sammlung sundial, mit den Seitenzahlen des Digitalisats.

Quellen und Bedingungen

Was diese Seite zeigt, stammt aus den folgenden Quellen.

Repositorium der Berlin Sundial Collaboration

Der Katalog mit 782 Dialface-Einträgen samt Metadaten und der Messexport mit Güte, Flächenanpassung, Breite und Kegelwinkel je Objekt.

782 Einträge · 243 Messdatensätze

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Messregister ai-sundial3d

Eine DuckDB-Datei mit Objekten, Merkmalen, Schnittpunkten, Messgrößen und Prüfergebnissen; sie wird schreibgeschützt gelesen. Das astronomische Bild wird daraus berechnet.

984 Stundenlinien · 243 Tageslinien · 113 Pipeline-Datensätze

Literatur in der PDAI-Sammlung sundial

Aufsätze, zwei Bände von Karlheinz Schaldach und eine Stichsammlung des 16. Jahrhunderts.

7 Werke · 1.066 Seiten

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Aufsätze des Programms

Ergänzungen S1 bis S7, gesetzt als PDF.

7 Aufsätze · 53 Seiten

Offene Punkte

  1. Breite und Kegel: Bei 28 der 72 Breiten lässt der an die Tageskreise angepasste Kegel einen Rest über 2 mm; ihr Kegelwinkel wird zurückgehalten und die Breite als vorläufig gezeigt (Issue SD-30, offen). ObjID 18 ist der deutlichste Fall: 8,87 mm gegen 0,39 bis 0,65 mm bei vier Kontrollkegeln. Bis zur Klärung gilt ObjID 18 als „Kegel bevorzugt, nicht entscheidend“.
  2. Einheiten: 782 Dialface-Einträge gehören zu 694 Objekten. 9 der 243 Messdatensätze gehören zu Objekten, die im Katalogexport nicht stehen.
  3. Orte: Bei 379 Einträgen fehlt die Ortskoordinate. Das Feld „Geolocation Site“ kann den Fundort oder einen anderen Ort nennen; der Aufbewahrungsort ist ein eigenes Feld.
  4. ObjID 126: Aufsatz S6 nennt die Breite 38,01°, das Register 37,97°. Die beiden Werte sind nicht abgeglichen.
  5. Unter 25°: 6 Breiten liegen unter 25°; 0 davon ist ein Konsens ohne Vorläufigkeitsmarke. Solche Werte sind als Warnzeichen der Messung zu lesen, nicht als Befund über die Uhr.
  6. Kugeln: Die Messkette ist bisher nur für Kegel gebaut. Für kugelförmige Objekte (23 entscheidend) sind Kegelgrößen wie der Öffnungswinkel nicht aussagekräftig und werden nicht gezeigt; eine Breite aus Stundenwinkeln gilt für jede Rotationsfläche um die Polachse (Issue SD-29, offen).
  7. Vorschauen: Einige Punktauswahl-Vorschauen des Repositoriums fehlen im Archiv und liefern 404 (Issue SD-27, offen).
  8. Rechte: Die Rechte an den Digitalisaten der Literatur und an den Stichen sind nicht geklärt.
  9. Die Aufsätze sind Entwürfe in Alpha-Fassung und nicht veröffentlicht.