Ancient Sundials

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Dialface ID 718

Abstract

Die sechs erhaltenen Stücke sind wieder zusammengefügt und ergeben eine 2-5 cm dicke Marmorplatte, die auf jeder Seite ein Liniennetz mit ähnlichem Aussehen trägt, nämlich Halbkreisbögen, die durch gerade, zu den hypothetischen Mittelpunkten führende Linien in gleiche Sektoren unterteilt sind. Die Linien sind fein, meist sauber gezogen und haben eine gleich bleibende Breite von etwa 1 mm. Der Stein ist im Bereich der großen Kreisbögen ein wenig gekrümmt. Die eine Fläche trägt eine nur noch teilweise erhaltene Inschrift. Auf ihr verlaufen die Strahlen bis unterhalb des Gnomonkanals, wo sie von einem kleinen Kreisbogen mit einem Radius von ca. 25 mm begrenzt werden. Ihre Verlängerungen treffen sich über der Kante. Auf der gegenüberliegenden Fläche, wo die Linien etwas stärker verwittert sind, gehen sie, zuletzt aber mit unklarer Führung, bis zum Gnomonkanal. Die Radien der beiden großen Kreise betragen auf beiden Seiten 294 mm. Der Gnomonkanal ist durchgängig, das heißt, der ursprüngliche Gnomon ragte beiderseits über die Schattenflächen hinaus. Sein Befestigungsloch wurde vom Gnomonkanal in den dünnen Stein hineingemeißelt. Der Gnomonkanal verläuft schräg zum Stein und damit parallel zur oberen und zur unteren Kante. Der Neigungswinkel der Kanten zur Vertikalen hat einen Wert von etwa 40°, die Ortsbreite für das Amphiareion beträgt 38°19'. Der Stein ist im Bereich der Tagundnachtgleichen etwas dicker und der Gnomon ist auf beiden Seiten so kurz gehalten, dass die Schatten an den Äquinoktien die großen kreisförmigen Datumslinien treffen konnten. Auf der Winterseite, der Inschriftseite, lief der Schatten vom großen Kreisbogen des Herbstäquinoktiums zum kleinen Kreisbogen des Wintersolstitiums, wieder zurück zum Frühjahrsäquinoktium, um dann auf die Sommerseite hinüber zu wechseln, wo er vom Frühjahrsäquinoktium bis zum Herbstäquinoktium blieb.

Measurements

This object has not been measured by the 3D pipeline. Its entry in the catalogue rests on the published description only; no surface fit, latitude or line detection exists for it.

References

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DOI

10.17171/1-1-5219

Citation

Berlin Sundial Collaboration, Ancient Sundials, Dialface ID 718, Oropos, Inv. Nr. A 392, 2014, Edition Topoi, DOI: 10.17171/1-1-5219

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