Ancient Sundials

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Dialface ID 400

Abstract

Das Fundstück stellt ein Fragment einer offensichtlich auf einer Scheibe gedrehten, anschließend vertikal halbierten Schale (Wandstärke etwa 13 mm) aus mattbräunlichrotem Ton mit grauem Kern (unvollständiger Brand) dar. Auf allen Außenflächen des Fragments sind Reste eines hellchromgelben bis weißen Überzuges erkennbar. Durch die Standfläche (Halbkreis mit r = 80 mm; innerer, dazu planparalleler Schalenboden mit r ca. 48 mm; leichte Deformation durch Trocken- und Brennschwindung von radial etwa 5-8%) sind in einer "Mittellinie" senkrecht zur Vorderkante hintereinander zwei nicht ganz kreisrunde Löcher L1 (7 x 8 mm) und L2 (8.2 x 9.2 mm) vertikal durch den noch feuchten Ton geführt worden. Durch die nach Aufbringung der Farbe oder Farbglasur in den feuchten Ton eingravierten Linien ist das Fundstück als ein Fragment einer Sonnenuhr mit sechs partiell erhaltenen Stundenlinien (h4 bis h9) und einem um ca. 20 -24° zur Front geneigten Konstruktionskreis (K) interpretierbar; die von vorn gesehen linke Bruchkante stellt teilweise den Verlauf der 3. Stundenlinie (h3*) dar. In den Stundensegmenten IV, V und VI sind Reste von nach ihrer Gravur vor dem Brennen wieder glattgestrichenen ('ausradierten') Stundenlinien erkennbar; diese (tatsächlich) fehlerhaft angelegten Linien sind durch die auf dem Fundstück erhaltenen richtigen Stundenlinien h3*, h4 und h5 ersetzt worden. Weiterhin ist in die Anzeigefläche der gebrannten und an ihrem Platz aufgestellten und justierten Uhr eine in einem Meridianabstand (h6) von 36 mm zum Konstruktionskreis K eingeritzte (sehr schwache) Linie von etwa Anfang der hora VI bis ins 1. Drittel der hora IX erkennbar. Diese Information wird bei der Rekonstruktion wegen ihrer Unsicherheit nicht verwendet, jedoch später diskutiert. Es fehlt der gesamte obere Teil der Halbschale bis zum sogenannten Uhrenhorizont.

Measurements

Measurement record: pipeline ObjID 358, matched to this dialface by inventory number.

Quality gradeB (completeness 7 %)
Dial surfacecone (decisive) · fit residual mm: cone 0.59, cylinder 2.80, sphere 1.32
Latitude φno latitude determined
Engraved lines6 hour lines, 0 day lines
Cone half-angle αnot applicable or not determined
Measured2026-06-12 21:08

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References

  • – Scheidt, Walter R., Eine griechisch-römische Sonnenuhr vom Typ der azentrischen Großkreis-Variante aus dem neronischen Doppellegionslager VETERA I legio XV Primigenia 46 - 70 n.Chr., 2005, p. 14 ff., p. 26 f.
  • – Hanel, Norbert, Vetera I. Die Funde aus den römischen Lagern auf dem Fürstenberg bei Xanten, Cologne, 1995, 73, K 24.

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DOI

10.17171/1-1-3752

Citation

Berlin Sundial Collaboration, Ancient Sundials, Dialface ID 400, Bonn, Inv. Nr. 33568, 2014, Edition Topoi, DOI: 10.17171/1-1-3752

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